
Die Landwirtschaft trägt in Deutschland mit rund 16 % zu den Treibhausgasemissionen bei. Sie ist deshalb ein zentrales Handlungsfeld beim Klimaschutz. Es müssen wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen werden, um in der Landwirtschaft die Emissionen zu reduzieren. Hauptursachen für die hohe Klimawirkung der Landwirtschaft sind Tierhaltung, trockengelegte Moore und durch die Düngung entstehende Stickstoff-Emissionen. Der Öko-Landbau ist klimafreundlicher als der konventionelle. Er verzichtet auf mit hohem Energieaufwand hergestellte Kunstdünger und Pestizide und setzt auf möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe. Im Öko-Landbau werden hohe Humusgehalte
angestrebt. Humus ist eine CO2-Senke. Betrachtet man die gesamte Wertschöpfungskette, weisen Bio-Produkte nicht nur auf die Fläche, sondern auch bezogen auf die erzeugte Menge, bessere Produktbilanzen auf.
Drei Schritte zu einer klimafreundlicheren Landwirtschaft:
1. Öko-Landbau fördern: Wegweisend für eine klimafreundliche Landwirtschaft ist das Leitbild der flächengebundenen Tierhaltung und einer Leguminosen-gebundenen Stickstoffversorgung. Eine weitere Ausdehnung der ökologischen
Landbewirtschaftung muss Ziel einer klimafreundlichen Förderpolitik werden.
2. Stickstoffüberschüsse besteuern: Ein geeignetes politisches Mittel zur Einschränkung der klimaschädlichen Überdüngung ist die Stickstoffüberschusssteuer. Sie wirkt sowohl auf überhöhten Tierbesatz als auch auf Überdüngung mit mineralischem Stickstoff. Die daraus resultierenden
Preise spiegeln die ökologischen Kosten wieder und bedingen einen geringeren Fleischkonsum.
3. Moore wiedervernässen: Programme zur Wiedervernässung von Mooren müssen aufgelegt werden. Dabei muss die Existenz der betroffenen Betriebe sichergestellt werden.